Unser Jahresrückblick

Unser Jahresrückblick

Liebe Freunde und Unterstützer,  wir hoffen ihr hattet schöne und entspannte Weihnachtsfeiertage. Nun steht das Jahr 2016 vor der Tür und wir möchten uns für eure Unterstützung und euer Interesse an MORE THAN SHELTERS danken. Die vergangenen zwölf Monate waren sehr ereignisreich und aufregend für unser Team. Hier ein kleiner Rückblick unserer Projekte aus 2015: Nepal Nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal konnte unser DOMO Kindern und Familien in abgeschiedenen Dörfern neuen Platz zum Leben geben. Wir waren selbst vor Ort um die DOMOs in den vom Erdbeben betroffenen Dörfern aufzubauen und die Familien zu unterstützen. Lesbos Noch nie waren ähnlich viele Menschen auf der Flucht. Vor einem Jahr hätten wir es nie für möglich gehalten, doch mittlerweile stecken wir in Europa in einer intensiven Notsituation und viele Menschen sind auf Hilfe angewiesen. Im Oktober bauten wir zehn DOMOs auf der griechischen Insel Lesbos auf. Die DOMOs stehen in dem Camp PIKPA, wo die schutzbedürftigsten Flüchtlingsfamilien einen Zufluchtsort finden. In PIKPA werden die Geflüchteten versorgt, die Familienmitglieder während ihrer Flucht verloren haben, die verwundet, verletzt und krank sind. Im DOMO finden sie nun ein vorübergehendes Zuhause. Hamburg Im Spätsommer starteten wir dann auch in Hamburg und in Deutschland. Ob Erstversorgung am Hauptbahnhof, Kinderprogramm in Bergedorf, Still-Räume in den Messehallen oder Tee-Stuben in der Schnackenburgallee – wir schaffen soziale Räume für Geflüchtete dort, wo sie am dringendsten benötigt werden. Eine aktuelle Studie der Zeit, bestätigt, dass es vor allem an Rückzugsorten und Gemeinschaftsräumen fehlt. Genau diese Rückzugsorte möchten wir den geflüchteten Menschen zurückgeben. Hier geht es zum Artikel. Unser ausdrücklicher Dank gilt euch allen, denn nur mit euer Hilfe konnten diese Projekte realisiert werden. Einen...
Spielzimmer und Geschenke für geflüchtete Kinder

Spielzimmer und Geschenke für geflüchtete Kinder

Liebe Freunde und Unterstützer, in der kalten Jahreszeit brauchen gerade die geflüchteten Kinder viel Aufmerksamkeit, Ablenkung und Unterstützung. So zum Beispiel die Kinder der Erstaufnahme in Hamburg Bergedorf. Hier wohnen rund 200 Kinder, die sich nach Spiel, Spaß und Ablenkung vom tristen Alltag sehnen. Durch die Unterstützung der Til Schweiger Foundation und dem „Kinderprogramm Erstaufnahmen“ stehen drei winterfeste und kindgerecht ausgestattete DOMOs vor dem ehemaligen Baumarkt in Bergedorf. Unsere enge Zusammenarbeit mit „Kinderprogramm Erstaufnahmen“ ermöglicht es den Kleinsten endlich wieder in einem geschützten Raum, einfach nur Kind zu sein. Für die Kinder ist es ihr erstes Weihnachtsfest in Deutschland und dafür wartet eine besondere Überraschung auf sie. Unter dem Motto „Geschenke im Schuhkarton“ wurden in den letzten Wochen tausende Schuhkartons mit kleinen Geschenken und Süßigkeiten für Kinder gefüllt. Seht hierzu einen Beitrag von RTL. Weitere Betreiber von Erstaufnahmen sind daran interessiert DOMOs für Kinderprogramme zur Verfügung zu stellen. Allerdings steht das Geld hierfür noch nicht zur Verfügung. Denn die reine Unterbringung der Geflüchteten hat noch immer Priorität. Helft uns das Kinderprogramm auch in weiteren Erstaufnahmen anzubieten. Hier geht es direkt zur Spendenseite. Weihnachtliche Grüße, euer MORE THAN SHELTERS –...
Stimmungswechsel in Hamburger Zeltstadt – große Freude über DOMO – Teestube

Stimmungswechsel in Hamburger Zeltstadt – große Freude über DOMO – Teestube

Liebe Freunde und Mitstreiter, wie bewältigen Geflüchtete ihr Trauma von Krieg, Zerstörung und Flucht? Ein Anfang ist Ablenkung vom tristen Alltag und vor allem das Gefühl vermittelt zu bekommen, dass man nicht alleine ist. Dabei kommt es nicht darauf an, ob man ein kleines Kind ist, eine Mutter mit fünf Kindern oder ein alleinreisender Mann. Sie alle brauchen mentale Unterstützung, Aufmerksamkeit, etwas Privatsphäre und die Möglichkeit sich auszutauschen. In der Hamburger Notunterkunft Schnackenburgallee wurden letzte Woche fünf weitere DOMOs implementiert. Insbesondere alleinreisende Männer, die seit Monaten in der Zeltstadt leben, sollen in den DOMOs – die als Teestube und Bibliothek genutzt werden – etwas Freude und Abwechslung finden. Vergangenen Freitag wurden die DOMOs dann offiziell eingeweiht und wir verlebten einen interessanten Abend mit vielen Eindrücken. Die Menschen, die aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und anderen Ländern kommen haben viel zu erzählen. Sie berichteten von ihren Erfahrungen aus der Heimat, ihrem Beruf, der Flucht und dem bisherigem Leben in Deutschland. Wir sprachen mit jungen Studenten, die ihr Studium abbrechen mussten und nun versuchen die deutsche Sprache zu erlernen, um weiter studieren zu dürfen. Die jungen Menschen sind begeistert nun endlich einen Ort zu haben, wo sie ungestört zusammen sitzen, Spiele spielen, Musik hören und Tee trinken können. Auch zum Deutsch lernen und üben werden die DOMOs gerne genutzt. Wir freuen uns sehr, dass dieses Projekt zustande kommen konnte und bedanken uns ganz herzlich bei unseren Unterstützern. Sat.1 Regional hat hierzu einen tollen Video – Beitrag veröffentlicht: http://www.sat1regional.de/panorama-video/article/fluechtlinge-in-hamburg-bekommen-cafe-zelt-zum-aufwaermen-und-ausruhen-191315.html Viele Grüße und eine schöne Adventszeit, euer MORE THAN...
Weihnachten mit MORE THAN SHELTERS – Wir schenken ein Zuhause!

Weihnachten mit MORE THAN SHELTERS – Wir schenken ein Zuhause!

Liebe Freunde und Unterstützer,  sucht ihr noch das passende Weihnachtsgeschenk für Freunde, Familie, Kollegen und Mitarbeiter? Wir machen es euch einfach. Mit unserer Weihnachtsaktion MORE THAN PRESENTS – Wir schenken ein Zuhause! könnt ihr uns unterstützen, den Geflüchteten in Deutschland und Europa einen Zufluchtsort und ein Stück Zuhause zu schenken. So einfach könnt ihr mitmachen: Spenden: Nach erfolgter Spende erhaltet ihr eine Geschenkurkunde, die IHR zu Weihnachten an eure Freunde, Familie, Kollegen und Mitarbeiter verschenken könnt. Eigenes Spendenprojekt: Werdet selbst aktiv und startet euer eigenes Spendenprojekt  – vielleicht eine gute Idee für die bevorstehende Weihnachtsfeier? HIER GIBT ES ALLE INFOS Für die Geflüchteten in Deutschland und Europa bedeutet die Weihnachtszeit nur eines: Es wird immer kälter. Während wir uns auf Weihnachtsmärkten vergnügen oder uns Zuhause vor dem Kamin aufwärmen, sitzen und warten unsere neuen Nachbarn in Turnhallen, leerstehenden Gebäuden, Containern und Zelten. Sie warten darauf, dass es weitergeht, dass sie Asyl beantragen können, dass sie mit ihrer Familie einen ruhigen Platz finden um die Flucht und das Kriegs-Trauma verarbeiten zu können. Helft uns die Weihnachtszeit zu nutzen, um den Geflüchteten Ablenkung, Privatsphäre, einen Zufluchtsort und ein menschenwürdiges Zuhause zu ermöglichen Wir freuen uns auf eure Unterstützung – verschenken wir zusammen ein Zuhause! Für Fragen steht euch Anna Bönisch vom MTS -Team unter ab@morethanshelters.org jederzeit gerne zur Verfügung. Wir wünschen euch eine schöne Vorweihnachtszeit, bis nächste Woche, euer MORE THAN SHELTERS –...
MORE THAN SHELTERS – Wir schenken ein Zuhause!

MORE THAN SHELTERS – Wir schenken ein Zuhause!

Liebe Freunde, Unterstützer und Mitstreiter, es war ein ereignisreiches Jahr 2015. Noch nie befanden sich ähnlich viele Menschen, (laut UNHCR 60 Millionen), auf der Flucht. Es entzieht sich jeglicher Vorstellungskraft, was die Geflüchteten auf ihrem Weg nach Europa durchgemacht haben. Sie mussten ihre Heimat verlassen, ihr Zuhause aufgeben und viele haben auf der Flucht Angehörige und Freunde verloren. Isabelle aus unserem MTS – Team berichtet von ihren Erlebnissen auf Lesbos: „Nach zwei Wochen auf Lesbos sind es plötzlich nicht mehr nur Geschichten. Es sind Menschen mit Gesichtern. Bei einem der Bootsunglücke ist einer Frau, die ich kennenlerne ihr Baby aus den Armen ins Meer gefallen und ertrunken. Ein Mann erzählt, wie er auf einem sinkenden Boot das Fenster zur Kajüte eingeschlagen hat, um Frauen und Kinder rauszuholen. Bei jedem Kind hofft er, dass eines seiner eigenen dabei ist. Doch seine drei Kinder schaffen es nicht…“  Ein Lichtblick in dieser Situation ist das Engagement der Ehrenamtlichen. Ob in Griechenland, Deutschland oder in Österreich – Tag und Nacht wird Unglaubliches geleistet. Leider ist es nie genug. Wir von MORE THAN SHELTERS möchten das bevorstehende Weihnachtsfest zum Anlass nehmen, den geflüchteten Menschen ein Stück Zuversicht, Sicherheit und Heimatgefühl zurückzugeben. Mit unserer Weihnachtsaktion MORE THAN PRESENTS – Wir schenken ein Zuhause! rufen wir dazu auf eine Spenden im Freundes-, Familien-, Bekannten-, und Kollegenkreis zu sammeln.   Wir haben zwei Vorschläge: Werdet selbst zum Fundraiser: Startet eure eigene MORE THAN PRESENTS – Spendenaktion und motiviert Freunde, Familie oder Kollegen dazu mitzumachen. Oder Verschenkt dieses Jahr etwas ganz besonderes: Unsere Geschenkideen zu Weihnachten sind meistens ähnlich – Schmuck, Parfum, Bücher oder Gutscheine – aber brauchen...
PROJEKT LESBOS: Eindrücke unserer Mitarbeiterin vor Ort

PROJEKT LESBOS: Eindrücke unserer Mitarbeiterin vor Ort

  „Die Insel Lesbos ist einer der Eingangspunkte nach Europa. In überfüllten Schlauchbooten kommen tausende Menschen aus der Türkei an und landen zitternd vor Kälte, Anspannung und Angst an der Küste von Lesbos. Bei gutem Wetter. Bei schlechtem Wetter landen nicht alle. In waghalsigen Rettungsaktionen werden Menschen aus dem Meer gefischt oder es gibt nur eine Vermisstenmeldung. Nach zwei Wochen auf Lesbos sind es plötzlich nicht mehr nur Geschichten. Es sind Menschen mit Gesichtern. Bei einem der Bootsunglücke ist einer Frau, die ich kennenlerne ihr Baby aus den Armen ins Meer gefallen und ertrunken. Ein Mann erzählt, wie er auf einem sinkenden Boot das Fenster zur Kajüte eingeschlagen hat, um Frauen und Kinder rauszuholen. Bei jedem Kind hofft er, dass eines seiner eigenen dabei ist. Doch seine drei Kinder schaffen es nicht… Aber nicht nur Einzelschicksale auch das Ausmaß der Katastrophe wird hier auf Lesbos sichtbar. Bergeweise Schwimmwesten und Reste der Schlauchboote im Norden, Tausende auf der Straße schlafende Menschen vor dem Fährhafen und kilometerlange Schlangen vor dem Registrierungsschalter. Und dazwischen viele Organisationen und Menschen, die versuchen die Situation in den Griff zu bekommen. Die tage- und nächtelang an der Küste stehen, das Meer nach Booten absuchen und versuchen die Menschen in Europa willkommen zu heißen. Es wird Unglaubliches geleistet und doch ist es nie genug. Frustration und Schuldzuweisungen finden auf allen Ebenen statt. Die Politik versagt, die internationalen Organisationen schicken nicht genug Hilfe, es gibt viel zu wenig winterfeste Unterbringungsmöglichkeiten an den Ankunftsstellen und Camps, und die Freiwilligen sind oft zu unkoordiniert in ihrem Engagement. Das Bild des kleinen Ailan, der tot am Strand von Bodrum lag hat...